MINT-Messe 2026
Der Lakeside Park wurde erneut zum Zentrum junger Wissenschaft und Forschung: Bei der MINT-Messe 2026 präsentierten Schülerinnen und Schüler aus Kärntens MINT-Mittelschulen ihre Forschungsprojekte aus den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Unter dem Motto „Zeigen, was wir können“ demonstrierten die Jugendlichen eindrucksvoll ihre Kreativität, ihren Forschergeist und ihre Begeisterung für Zukunftsthemen.
32 Forschungsstationen und vielfältige Zukunftsthemen
Acht MINT-Mittelschulen aus ganz Kärnten nahmen an der Veranstaltung teil. Insgesamt wurden 32 Forschungsstationen aufgebaut, wobei jede Schule mit vier Teams vertreten war. Die Themenvielfalt der präsentierten Forschungsprojekte reichte von Blackout-Szenarien, zukunftsfähigem Wohnen über Wachstumstests mit Mehlwürmern bis hin zur Effizienz der Trinkwassergewinnung.
Die Schülerinnen und Schüler durchliefen dabei den gesamten Forschungsprozess – von der Entwicklung eigener Fragestellungen über die Formulierung von Hypothesen und die experimentelle Umsetzung bis hin zur wissenschaftlichen Präsentation ihrer Ergebnisse. Eine Fachjury würdigte die Arbeiten direkt vor Ort.
Bedeutung von MINT-Bildung für Kärnten
Bildungslandesrat Peter Reichmann: „Die MINT-Messe zeigt eindrucksvoll, wie viel Innovationskraft und Begeisterung für Technik, Naturwissenschaften und Digitalisierung in unserem Land steckt. Gerade junge Menschen brauchen heute Möglichkeiten, Forschung und Technologie hautnah zu erleben und selbst auszuprobieren. Veranstaltungen wie diese leisten einen wichtigen Beitrag, um Talente frühzeitig zu fördern und Interesse an Zukunftsberufen zu wecken – damit auch künftig die klügsten Köpfe aus Kärnten kommen.
Bernhard Lamprecht, Geschäftsführer des Lakeside Park, betonte die Bedeutung des Educational Lab als Innovations- und Bildungsraum: „Die MINT-Messe zeigt eindrucksvoll, welches Potenzial Bildungsräume wie das Educational Lab entfalten können. Es ist ein Ort, an dem junge Talente gefördert werden und die nächste Generation an Forschenden und Fachkräften heranwächst.“
Forschendes Lernen aktiv gelebt
Auch Martin Krenn, Initiator der MINT-Messe, zeigte sich beeindruckt vom Engagement der Jugendlichen und Lehrkräfte: „Nach vier Jahren Schulversuch MINT-Mittelschule wird nun sichtbar, welche Leistungen aufgebaut wurden. Das Interesse der Schülerinnen und Schüler sowie die Qualität der Projekte sind deutlich gestiegen. Forschendes Lernen und wissenschaftliches Arbeiten werden aktiv gelebt. Besonders hervorheben möchte ich das enorme Engagement der Lehrerinnen und Lehrer, die dieses neue Bildungsfeld mit großer Motivation und Einsatzbereitschaft mitgestalten.“
Siegerprojekt der MINT-Messe 2026
Im Zuge der Veranstaltung wurde schließlich auch der diesjährige Sieger bekanntgegeben: Die MINT-Mittelschule Ferlach überzeugte mit dem Projekt „Der Wassertransport in Pflanzen“ von Luca Lamp und Olivia Rühl und sicherte sich damit den ersten Platz.
Educational Lab als Innovations- und Bildungsraum
Silvia Seebacher-Prokop, Leiterin des Educational Lab im Lakeside Park, unterstrich die gesellschaftliche Bedeutung von MINT-Bildung: „MINT ist eine zentrale Zukunftskompetenz und ein wesentlicher Innovationsmotor unseres Landes. Die MINT-Messe zeigt eindrucksvoll, wie durch die Verbindung von Bildung, Wissenschaft und Wirtschaft neue Perspektiven entstehen. Räume wie das Educational Lab ermöglichen es, junge Menschen frühzeitig für Forschung, Entwicklung und Zukunftstechnologien zu begeistern.“
MINT-Schwerpunkt als Bildungsmodell der Zukunft
Die MINT-Messe ist Teil des vom Bundesministerium initiierten Schulversuchs „MINT-Schwerpunkt an Schulen“, der seit dem Schuljahr 2022/23 umgesetzt wird. Der spezielle Lehrplan ermöglicht Schülerinnen und Schülern eine vertiefte Auseinandersetzung mit Zukunftsthemen wie Digitalisierung, Nachhaltigkeit und technologischem Wandel. Der Versuch soll nun in das Regelsystem überführt werden.
Starkes Zeichen für Innovation und Nachwuchsförderung
Die MINT-Messe 2026 setzte damit ein starkes Zeichen für das Potenzial junger Menschen, die Zukunft aktiv mitzugestalten. Sie machte sichtbar, wie wichtig Bildungsinitiativen sind, die Entdeckergeist, Innovationskraft und Problemlösungskompetenz fördern – Fähigkeiten, die in einer sich wandelnden Welt zunehmend an Bedeutung gewinnen.
Mit der „MINT-Challenge“ übernimmt nun auch Salzburg im Juni 2026 das erfolgreiche Kärntner Messeformat und setzt damit ein weiteres starkes Zeichen für innovative Nachwuchsförderung im MINT-Bereich.
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